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Themenfelder

Am SRZ werden Forschungs-, Beratungs- und Planungsarbeiten aus vielen verschiedenen Themenfeldern durchgeführt. Es gibt Projekte, an denen alle Beschäftigten mitwirken, und solche, die nur von zwei oder drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abgewickelt werden. Obwohl fast alle hier am SRZ in mehreren Bereichen tätig waren und sind, bieten wir Ihnen für die einzelnen Themenfelder primäre Ansprechpartner.
 

Arbeitswissenschaft

Veränderungen in den Arbeitswelten der verschiedensten Berufe - vom Bauarbeiter bis zur Dolmetscherin - stellen die Interessenvertretungen immer wieder vor neue Aufgaben, um die Anliegen der eigenen Klientel wirkungsvoll wahrnehmen zu können.

Karl Czasny

Demografie und Statistik

Städte und Länder, aber auch Interessenverbände verwenden immer wieder Daten aus diversen Statistiken, wie zum Beispiel aus den Großzählungen, dem Mikrozensus, den Arbeitsmarkterhebungen, den Tabellen des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger und der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt und vielen anderen Datenbanken. Geht es manchmal nur um eine benutzerfreundlichere Aufbereitung der vorhandenen Daten, sind oft auch Sonderauswertungen gefragt, mit denen spezielle Aspekte gesellschaftlicher Wirklichkeiten deutlicher gemacht werden sollen.

Gerhart Bständig

Evaluationen

Der Einsatz öffentlicher Gelder, mit denen Maßnahmen zur Erreichung politischer Ziele finanziert werden, verlangt zumeist mehr als nur eine buchhalterische Überprüfung. Das Einhalten von Grundregeln der Evaluation ist Voraussetzung für eine faire Bewertung der Effektivität und der Effizienz des Mitteleinsatzes.

Peter Moserup

Gender

In zunehmend mehr sozialwissenschaftlichen Fragestellungen wird nicht nur dem Faktum Rechnung getragen, dass es geschlechtsspezifisch unterschiedliche Wahrnehmungen gibt und dass daher - unabhängig vom "Forschungsgegenstand" - stets beide Blickpositionen einzunehmen seien. Es werden auch geschlechtsspezifisch unterschiedliche Betroffenheit und Beteiligung selbst zum Gegenstand von Studien: Wohnsituation, Sicherheit, Mobilität, Arbeitsbelastung etc.

Heidrun Feigelfeld

Raumordnung, Raumplanung, Regionalentwicklung

Nicht nur die Knappheit des Bodens, sondern auch soziale und ökologische Folgekosten verlangen einen haushälterischen Umgang mit dem Gut. Expertisen zum kommunalen Flächenhaushalt bestehen aus Erhebungen und Analysen des Landverbrauchs, der Baulandreserven und der Flächennutzungspotentiale. Baulückenkataster und Festlegungen des Siedlungsflächenpotentials sind Instrumente der Planung, des Schutzes und der Mobilisierung vorhandener Flächenreserven.

Peter Moser

Sozialpolitik

Fragen der Aktualität, der Sinnhaftigkeit und der Treffsicherheit sozialer Leistungen und Maßnahmen werden leider oft nur unter dem Gesichtspunkt der Kostenminimierung angegangen. Die Antworten sind zumeist Behauptungen, die nur mit einiger Mühe widerlegt oder bestätigt werden können. Die sozialwissenschaftliche Anstrengung ist zwar kein Garant für die Richtigkeit einer Politik, aber sie kann dazu beitragen und Fehler vermeiden helfen.

Peter Moser

Stadtentwicklung, Stadterneuerung

Nicht nur auf europäischer und nationaler Ebene ist seit Jahren von unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten und ungleichen Dynamiken die Rede: Segregation, Polarisation, Benachteiligung von Regionen sind längst auch Begriffe der Urbanistik. Ein wachsames Auge darauf zu richten, heißt, gebietsbezogene Erhebungen und Analysen der Veränderung von räumlichen, sozialen und ökonomischen Strukturen in ihren verschiedenen Erscheinungsformen (Verstädterung, Verfall, Suburbanisierung, Abwertung und Aufwertung, u.a.) durchzuführen.

Peter Moserup

Stadtteilplanung, Stadtteilmanagement

Mit der Erarbeitung von Planungsgrundlagen, der Mitwirkung an Erneuerungskonzepten und dem Aufbereiten von Vorschlägen zur kleinräumigen Umgestaltung sind notwendige Schritte in der Stadtentwicklungsarbeit gemacht. Gelingt es auch, die Selbstgestaltungskraft der Quartiersbevölkerung kreativ einzubinden, dann ist man dem Ziel der Akzeptanz der Stadtteilentwicklung seitens der dort lebenden und arbeitenden Menschen schon einen großen Schritt näher gekommen. Die wissenschaftliche Begleitung, die behutsame Vermittlerrolle zwischen antagonistischen Interessen und die Moderation der Diskussionsprozesse unter allen Beteiligten und Betroffenen sind Investitionen, die sich langfristig auszahlen.

Heidrun Feigelfeld

Wohnungswirtschaft, Wohnungspolitik

Wieviele Wohnungen, zu welchen Preisen werden von welchen Gruppen der Bevölkerung an welchen Standorten derzeit bewohnt? Und wieviele werden von wem benötigt? Wie massiv greifen Wohnrechtsänderungen in Lebensgrundlagen ein und was bedeuten sie für die Wohnungswirtschaft? Wo treffen welche Anbieter auf welche Nachfrager? Warum stehen die einen Wohnungen leer und von anderen gibt es zu wenig? Wieviel "Staat" brauchen Wohnungsmärkte? Welche Funktionen werden der Wohnbauförderung zugedacht, und welcher Fördermitteleinsatz ist sozial gerecht, wirtschaftspolitisch sinnvoll, ökologisch notwendig? Es gibt kaum einen anderen Politik- und Wirtschaftsbereich, in dem so viele Fragen stets von neuem aufgeworfen und beantwortet werden müssen.

Karl Czasny

Wohnzufriedenheit

Nicht nur Wohnungsneubauproduzenten interessiert, mit welchem Produkt sie welche Klienten zufriedenstellen können. Die Frage nach der Zufriedenheit mit der Wohnsituation erhält im Wohnungsbestand schon deshalb ein viel größeres Gewicht, weil sie den weit überwiegenden Teil der Bevölkerung betrifft. Mit der - nachfragebedingten - Reduktion des Neubauangebotes rücken Nachbesserungen im Bestand in den Vordergrund, mit ihnen die Fragen nach Mängeln, nach neuen Wohnansprüchen, nach neuen Verwaltungsleistungen und neuen Finanzierungsformen.

Heidrun Feigelfeld

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Letzte Änderung: 06.Apr.2006; © SRZ GmbH